TOA - Tech Open Air 2018

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Bereits letztes Jahr waren wir durch das UX-Testing beim Startup Incubator ein kleiner Teil des TOA Berlin.

Dieses Jahr haben wir uns dann vorgenommen, die komplette Erfahrung zu machen. Unsere Erfahrung habe ich mal aufgeteilt in ein paar verschiedene Kategorien.

Das Setup [ + + + + + ]

Das Setup des TOA ist sehr vielseitig gestaltet. Neben der eigentlichen Konferenz im Funkhaus Berlin gibt es zahlreiche Satellite Events in der gesamten Stadt. Vorträge, Pitches, Testings oder einfach mal frühstücken mit dem CEO von Axel Springer. Genau das macht das Festival so besonders. Die Konferenz im Funkhaus bietet einiges an Information und lässt dich wunderbar die Vibes der europäischen Startupszene spüren. Die Satellites machen das Festival dann plötzlich nahbar, offen und persönlich. Man bekommt wunderbare Einblicke und hört die besten Geschichten aus Start- und Fuck-Up.

Die Location [ + + + + _ ]

Ein ehemaliger Gebäudekomplex, in dem der gesamte Rundfunk der ehemaligen DDR entstanden ist. Man fühlt sich zum Teil in eine andere Zeit versetzt. Das Gelände inkl. Gebäude ist definitiv groß genug für das TOA und bietet einen coolen Outdoor-Bereich direkt am Wasser. Die Akustik ist ziemlich gut, nur leider lässt die Belüftung ein wenig zu wünschen übrig. Die Sessions um 16 Uhr waren schon hart an der Grenze. Da bekam das Intro „Thanks for sticking with us“ eine wundersame Zweideutigkeit.

Die Speaker [ + + + + _ ]

Auch hier ein großes Lob an die Auswahl und die Zusammenstellung. Kaum ein Speaker hat gelangweilt oder kam auf die Stage und hat versucht nur seinen eigenen Shit zu verkaufen. Allen ging es darum, ihre Vision zu erklären. Am meisten beeindruckt haben mich Gelong Thubten von der Meditationsapp Samten, Uwe Horstmann und Frank Thelen.

Wieso?

Gelong Thubten sprach über Mindfulness und wie man durch Meditation besser zu sich selbst findet. Super interessant, starke Ausstrahlung und absolut gesunde Weltanschauung.

Uwe Horstmann war in einem Panel mit anderen VCs. Was mich beeindruckt hat, wird Project A doch immer als einer Der VCs in Deutschland gesehen. Sehr selbstkritisch gegenüber der Frage nach Datenanalyse zu den Investments im Vergleich mit Motherbrain von EQT. Starkes Fokus auf Team, Leidenschaft und Bauchgefühl.

Frank Thelen war vor allem sehr persönlich. Sprach über sein erstes Fuck-Up, als es den Begriff Start-up noch nicht einmal gab. Wie er mit 1 Mio. in der Kreide stand und wieder Zuhause eingezogen ist. Man bekam aber nie das Gefühl, er wolle sich dadurch noch größer machen und zeigen, was er alles geschafft hat. Die Idee nach seinem ersten Exit anderen Gründern etwas zurück zu geben und sein politisches Engagement für einen digitalen Wandel haben wirklich beeindruckt.

Hat übrigens lange gezögert, ob er sich selbst anstellen würde und es letztlich verneint – die Frage nach dem Warum allerdings offengelassen.

Die Organisation [ + + _ _ _ ]

Um 10 Uhr hatte ich die erste Session in meinen Favoriten. Leider sorgte der Einlass dafür, dass ich erst um 11 Uhr drin war. Völlig überfordert war der Einlass. Es hat viel zu lang gedauert. Ich stand wie viele hundert Andere etwa 45 min in der Schlange und als ich dann dran war, war mein Ticket natürlich nicht im System. Woran es auch immer lang, aber sorry Leute – das geht definitiv nicht!

Der Plan an sich war vielleicht etwas zu eng, denn in dem Moment, wo sich ein Talk verzögert, passt für einige der gesamte Plan nicht mehr zusammen. Bei 4 verschiedenen Stages den Überblick zu behalten ist nicht gerade einfach.

Da wäre es auch echt cool, wenn in der App die Termine der Sessions live angepasst werden. Konnte ich so nicht feststellen, aber vielleicht lag es auch an mir.

Specials [ + + + + + ]

Boot von E.ON und T-Systems

Die Telekom und auch e.on hatten Boote gemietet, auf denen man mit einigen Leuten netzwerken konnte und gegen später Stunde dann auch wieder Richtung Stadt fahren. Dies war natürlich abhängig vom Ticket, aber wir hatten Glück. Cooles Feeling, super Ergänzung zur Atmosphäre und Lage der Location.

Fragen über Slido.com

Am Ende einer jeden Session wurden dann Speakern noch Fragen aus dem Publikum gestellt. Bevor jetzt wieder irgendwelche Mikrofone durch das Publikum gereicht werden und sich alle dabei gegenseitig niedertrampeln: Slido! Super cooles Umfragetool. Seite aufrufen, Fragen stellen, Fragen upvoten und der Moderator sieht die Frage direkt auf seinem Bildschirm. Super easy, super smoove, leider noch etwas wenig genutzt. Ich denke daran muss sich das Publikum auch erst gewöhnen.

Stuhl bauen T-Lab

T-Systems war auch am Start. Und sie haben was ganz Witziges mitgebracht. Auf nicht allzu modernen Laptops konnte man seine eigene Idee von einem Hocker designen. Das beste Layout wird dann auch produziert. Mal sehen, ob es mein plevendo.app-Hocker geschafft hat. Als kleines Mitmachgeschenk gab es einen Hocker zu zusammenstecken. Direkt vor Ort automatisch aus dem Brett gesägt. Ziemlich cool und nette Idee.

Der Gesamteindruck [ + + + + _ ]

Oft genug kommen wir von einer Veranstaltung die viel verspricht und wenig hält. Im Vorfeld wird da die Trommel gerührt und das innovativste und beste Versprochen. Oft genug sind Setup und Speaker langweilig, machen nur Vertrieb und sorgen so für einen wenig positiven Gesamteindruck.

Da war das TOA anders. Bis auf die Organisation war das Festival durchweg positiv. Location gut genutzt, Interessante Leute vor Ort, gute Talks, nette Ideen und ein ganz gutes Gefühl für Atmosphäre und das gewisse etwas durch die Veranstalter.

Schaut gern auch in die anderen Stories und unsere Wochenendtipps – jeden Freitag für Berlin.

Wir würden uns natürlich auch freuen, wenn ihr unsere App mal ausprobiert und eure persönlichen Events startet. Vielleicht etwas kleiner als das TOA, aber mit den richtigen Leuten spielt das ja keine Rolle. Grillparty, zusammen die WM schauen oder einfach mal eine Runde Lasertag spielen. 

Viel Spaß und viele Grüße,

Robert

 

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